Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des geliebten Heiligen Geistes, Amen.

Heilige Gottesmutter

Für uns Gläubige, die wir die Kirche sind, nimmt unsere Heilige Mutter Maria innerhalb aller Heiligen eine besondere Stellung ein. Sie symbolisiert die Kirche, sie ist die Braut Christi. In tiefem Gottvertrauen und Gehorsam hat sie Gottes heiligen Plan angenommen, als sie der Erzengel Gabriel aufsuchte und ihr verkündete, dass der Heilige Geist auf sie herabkommen und sie einen Sohn gebären werde, den sie Emmanuel rufen werde.

Die Heilige Muttergottes Maria lebt die Vorbildfunktion in der Kirche. Somit verdient sie volle Verehrung. Da sie ein Geschöpf Gottes ist, beten wir sie nicht an, denn die Anbetung gebührt Gott allein.

Die Heilige Muttergottes Maria brennt in Liebe zu ihrem Sohn Jesus Christus. Sie setzt sich mit ihrem reinen und makellosen Herzen für den Heilsplan Gottes ein, damit wir alle gerettet werden. Sie will nicht, dass wir verloren gehen, sondern will, dass wir die Gebote ihres Sohnes und Seine Liebe annehmen, um uns mit dem Vater zu versöhnen.

Die Heilige Muttergottes ruft alle auf, zu ihrem Sohn umzukehren, auch alle Gläubigen der zersplitterten Kirchen, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen und Buße zu tun.

Sie setzt sich für uns ein, wenn wir in Not geraten.

Heilige Kirchenväter über die Heilige Muttergottes Maria:

Athanasius (295-373) – Über die Menschwerdung des Logos und dessen leibliche Erscheinung unter uns (De incarnatione Verbi):

„Er nimmt unseren Leib an, und zwar nicht auf einem beliebigen Wege, sondern von einer unbefleckten, makellosen und mit keinem Mann bekannten Jungfrau einen reinen, vom Verkehr mit Männern wahrhaft unberührten Leib.“

(https://www.unifr.ch/bkv/kapitel2251-7.htm)

Cyrillus von Alexandrien († 444) :

„Denn nie war Jesus ein bloßer Mensch vor der Verbindung und Vereinigung Gottes mit ihm, sondern das Wort selbst, das in diese Jungfrau kam, nahm sich seinen Tempel aus der Wesenheit der Jungfrau und kam hervor aus ihr als Mensch, äußerlich angeschaut, innerlich aber als wahrer Gott; darum bewahrte es die Gebärerin auch nach der Geburt als Jungfrau, was bei keinem der anderen Heiligen der Fall war. Denn da jene von Natur Menschen waren, hatten sie alle eine menschliche und gleiche Geburt; Dieser aber, da er von Natur Gott war, der in der letzten Zeit auch das Menschliche annahm, wies eine von Allen verschiedene Geburt aus der Jungfrau auf; folglich wird gewiss mit Recht die Selige auch Gottesgebärerin und jungfräuliche Mutter genannt; denn nicht ein bloßer Mensch war der aus ihr geborne Jesus.“ (https://www.unifr.ch/bkv/kapitel3300-3.htm)

Ephräm d. Syrer († 373) – Ausgewählte nisibenische Hymnen (Carmina Nisibena):

„Du allein und deine Mutter, [45] ihr seid viel schöner als alles, keine Makel ist an dir, Herr, und kein Fehl an deiner Mutter; welcher von diesen beiden Schönheiten lassen sich meine Kinder vergleichen?“

(https://www.unifr.ch/bkv/kapitel2457-1.htm)