Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des geliebten Heiligen Geistes, Amen.

Tue Buße.

Unser Herr Jesus Christus ruft jeden Einzelnen von uns auf Buße zu tun:

„17 Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ (Matthäus 4,17)

Am Ende aller Tage eines jeden Lebens zählt vor allem eine Frage: Bist Du bereit, um vor Deinem Gott zu stehen?

„Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn, und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht. Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Selig, wer sein Gewand wäscht: Er hat Anteil am Baum des Lebens, und er wird durch die Tore in die Stadt eintreten können. Draußen bleiben die „Hunde“ und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft. Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern. Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens.“ (Offenbarung 22, 12-17)

Was ist Buße?

Tertullian († um 220) erklärt in seiner Schrift- Über die Buße (De paenitentia):

„Er, der für alle Sünden des Fleisches sowohl wie des Geistes, für die durch die Tat sowie für die nur im Willen begangenen, durch sein Gericht Strafen festgesetzt hat, derselbe hat auch Verzeihung auf dem Wege der Buße verheißen, indem er zum Volke sagte: “Tue Buße und ich will dich erretten”1, und wiederum: “So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will lieber die Buße als den Tod des Sünders”2. Mithin ist die Buße das Leben, da sie den Vorzug vor dem Tode hat. Tritt sie an, o Sünder, der du gesündigt hast wie ich, nein, [S. 231] weniger als ich – denn ich gestehe meinen Vorrang im Sündigen zu -, und umklammere sie so, wie ein Schiffbrüchiger einem Brett vertraut.

Es wird dich, den in die Meeresfluten der Sünde Versenkten, emporheben und in den Hafen der göttlichen Erbarmung weitertragen. Ergreife die unerwartete glückliche Gelegenheit, damit du – einst nichts Besseres vor Gott als der Tropfen am Eimer, der Staub auf der Tenne und das Geschirr des Töpfers – von nun an werdest jener Baum, der an den Wassern gepflanzt ist, der immer grün bleibt, der zu seiner Zeit Früchte bringt, der das Feuer und die Axt nicht zu sehen bekommt! Deine Verirrungen mögen dich gereuen, nachdem du die Wahrheit gefunden, es möge dich reuen, geliebt zu haben, was Gott nicht liebt, da wir ja nicht einmal unsern Sklaven zu lieben erlauben, was uns zuwider ist. Denn der eigentliche Wesensgrund des Gehorsams besteht in Ähnlichkeit der Gesinnungen.“ (https://www.unifr.ch/bkv/kapitel87-3.htm)

Ambrosius von Mailand (340-397) schreibt:

„Deßhalb hat der Herr Jesus Mitleid mit uns getragen, um uns nicht abzuschrecken, sondern zu sich zu rufen. Er kam voll Sanftmuth und Demuth, und so sprach er: „Kommet zu mir Alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Der Herr Jesus erquickt die Mühseligen, er weis’t sie nicht zurück; darum hat er denn auch solche Jünger sich erwählt, die im richtigen Verständnisse seines göttlichen Willens das Volk Gottes sammeln, aber nicht zurückstoßen.“ (https://www.unifr.ch/bkv/kapitel2818.htm)

Gott hat die Kraft, dem Menschen alle Sünden zu vergeben. Die Kirche lehrt, dass wenn der Mensch seine Sünden zutiefst bereut, und seien sie noch so schwer, er darauf hoffen kann, dass durch das Lossprechen von der Sünde durch den geweihten Priester Gott dem Reuenden vergibt. Gott schaut auf die Absicht des Herzens.

Jesus Christus ist der Hohepriester (Hebräer 7,11-28), der seine Jünger beauftragt hat den Menschen die Sünden zu vergeben. „ Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. “ (Matthäus 18,18)

Quellenangabe:

Die Apostolischen Väter. Aus dem Griechischen übersetzt von Franz Zeller. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 35) München 1918.

https://www.unifr.ch/bkv/buch4.htm